Niklas Richter

DLV-Schülercup Düsseldorf, DM Bühlertal, TL Kienbaum

Ich habe nun etwas länger nichts mehr von mir hören lassen. Mittlerweile habe ich an 2 Wettkämpfen und 2 Trainingslagern teilgenommen, nun habe ich etwas Material gesammelt und werde euch davon berichten.

Am 1.6. fand in Düsseldorf der DLV-Schülercup statt, also die “kleinen”, inoffiziellen deutschen Meisterschaften für die Kinder, welche noch zu jung für die “richtigen” sind. Wir fuhren mit dem SC Potsdam schon einen Tag vorher nach Düsseldorf, da wir bis zum Donnerstag in Düsseldorf blieben und gleich ein kleines Traininngslager abhielten. Am frühen Nachmittag kamen wir in Düsseldorf an. Ich wohnte mit Robert Zurek gemeinsam in einer Gastfamilie, welche uns die komplette Zeit über sehr fürsorglich beherbergte. Der Rest der Gruppe wohnte in einer Jugendherberge, welche dierekt am Rhein lag. Nach wenigen Minuten fuhren wir gemeinsam zum Stadion, welches sich im Norden Düsseldorfs befindet. Die Sportanlage (Kunstrasenplatz, Turnhalle, Sportplatz) war wirklich sehr gepflegt und schön zum Trainieren. Nach dem Auftakttraining, welches aus Laufen, Marschieren und Gehen bestand, fuhren wir gemeinsam mit unserem Gastvater nach Hause. Am nächsten Morgen fuhren wir mit der Tram Richtung Stadion, da unser Start am späten Vormittag erfolgen sollte. Die asphaltierte 3km Pendelstrecke war sehr anspruchsvoll, da sie kurz vor der ersten Wende sehr steil bergab und anschließend wieder bergauf ging. Außerdem lag die Wende noch am Hang, sie lag nicht auf ebener Strecke, das erschwerte noch das Losgehen nach der Wende. Mein Ziel war trotz der schweren Strecke, möglichst nahe an die Bestleistung aus Jüterbog heranzukommen (14:01,28 min). Trotzdem ging ich nach dem Start an der Spitze des Feldes eine zügige, gute erste Runde an. Auf der zweiten Runde habe ich mich besonders konzentriert, da man sehr oft auf dieser Runde die meiste Zeit liegen lässt. Die Anstrengung hat sich gelohnt, da ich die zweite Runde nur unwesentlich langsamer war als die erste. Auf der letzten Runde ging mir leider jedoch sehr schnell die Kraft aus, da der harte Anstieg seine Spuren hinterließ. Ich gab auf den letzten Metern noch einmal alles, ich gewann den Wettkampf in 14:20 min. Ingesamt bin ich mit der Leistung zufrieden, da ich den Wettkampf alleine gestalten musste und niemanden hatte, der mit mir ging. Außerdem trägt die profilierte Strecke auch seinen Teil dazu bei, dass die Rundenzeiten vielleicht etwas langsamer als gewünscht waren. Anschließend habe ich bei der Siegerehrung einen Pokal, eine Urkunde und einen Stick bekommen. Die anschließenden Tage bis Donnerstag hielten wir uns noch weiter in Düsseldorf auf, um ein paar gemeinsame Trainingseinheiten mit dem ART Düsseldorf abzuhalten. Besonders hervorheben möchte ich das hervorragende Essen in meiner Gastfamilie. Über selbstgemachte Pizza, Crêpes und Dampfnudeln gab es jeden Mittag ein vorzügliches Mittagessen :) Am Donnerstag fuhren wir dann wieder zurück Richtung Potsdam.

Am 20. Juni ging es dann bereits wieder zum nächsten Wettkampf in den Südwesten Deutschlands, genauer gesagt nach Bühlertal im Schwarzwald. Dort fanden am 21. Juni die Deutschen Meisterschaften im Bahngehen statt. Ich durfte aber leider wiedereinmal nur im Rahmenprogramm starten, da ich aufgrund des Alters noch nicht startberechtigt für den Hauptwettkampf bin. Wir fuhren am frühen Morgen in Potsdam los, da vor uns eine 700km lange Strecke lag. Dieses mal fuhren wir sogar mit zwei Kleinbussen, da der Bundestrainer mit seinen Athleten ebenfalls mit nach Bühlertal fuhr. Nach zwei Pausen kamen wir gegen 15:30 im Hotel an. Das Hotel lag inmitten von Weinbergen an einem Hang und bot eine atemberaubende Aussicht. Um kurz vor 17:00 trafen wir uns, da wir mit den Bussen in das Stadion des morgigen Wettkampfes fahren wollten. Das Mittelbergstadion liegt auf ca. 300m über N. N. mitten im Wald. Übrigens, im Rahmen der Fussball WM 2006 trainierte die englische Fussballnationalmannschaft ebenfalls auf diesem Sportplatz. Vor Ort angekommen absolvierten wir ein Auftakttraining über 4km, sowie Gymnastik, Geh-ABC und Steigerungen. Am Abend ging es dann noch in eine Pizzeria zum Abendessen. Das Zimmer teilte ich mir gemeinsam mit Nils Brembach, wir sind ja bereits ein eingespieltes Team. Am nächsten Morgen gab es ein leckeres Frühstücksbuffet, leider konnte ich nicht viel essen, da mein Wettkampf um kurz nach elf Uhr beginnen sollte. Im Stadion angekommen, erwärmte ich mich gemeinsam mit Robert und Teresa Zurek, da wir drei gemeinsam über die 3000m Distanz starteten. Mein gestecktes Ziel war die 14:00,00 min Grenze zu brechen, nach meinem guten Training auch ein durchaus realistisches Ziel. Ich startete in meinen Wettkampf mit einer ordentlichen Rundenzeit, fast schon etwas zu schnell. Prompt folgte eine zu langsame Runde, jedoch konnte ich mich fangen und ging von da an fortwährend exakt die vorgegebene Rundenzeit. Ich ging den kompletten Wettkampf alleine von vorne weg, dazu kam noch, dass die Sonne ebenfalls schon oben am Himmel stand und das Klima sehr heiß war. Als es schließlich in die letzte Runde ging, war ich nur 2 Sekunden über der nötigen Zwischenzeit, um genau bei 14:00,00 min zu landen. Marius Richter, welcher sich in einer Gruppe hinter mir aufgehalten hatte, war am Ende fitter und konnte den Endspurt sehr lang ziehen. Auf den letzten 200m überholte mich Marius, ich konnte nur noch ein paar Meter im Sog mitgehen, dann musste ich abreißen lassen. Am Ende gewann Marius in einer neuen persönlichen Bestzeit von 13:56,21 min. Ich überquerte die Ziellinie nach 13:58,40 min. Das bedeutete für mich ebenfalls eine neue Bestzeit. Einerseits habe ich mich natürlich etwas geärgert, dass ich den Sieg noch hergeschenkt habe, andererseits habe ich nun endlich die 14:00,00 min Grenze durchbrochen. Ich denke, dass in den kommenden Wettkämpfen vielleicht sogar noch mehr möglich ist. Am Nachmittag starteten noch Maxi Woelke und Annika Brembach über die 5000m Distanz. Maxi benötigte 24:45,95 min, Annika 25:26,10 min. Im letzten Wettkampf starteten Nils Brembach, Christopher Linke und Hagen Pohle über die 10000m Distanz. Bei sehr heißen Temperaturen lieferten sie sich gemeinsam mit Carl Dohmann vom SCL – Heel Baden-Baden einen spannenden Wettkampf. Christopher konnte den Wettkampf für sich entscheiden und wurde in einer Zeit von 39:42,12 min Deutscher Meister bei den Männern. Hagen wurde in einer Zeit von 40:06,23 min Deutscher Meister in der U23. Nils wurde in einer Zeit von 41:21,09 min zweiter. Bei der Siegerehrung habe ich zu meiner Urkunde eine Süßigkeit, sowie ein atmungsaktives Sportshirt und einen großen Pokal bekommen, das alles nur für einen 2. Platz in einem Rahmenwettbewerb. Am Abend fuhren wir dann noch fix nach Nürnberg in das HolidayInn Hotel, immerhin pünktlich zur zweiten Halbzeit der Nationalmannschaft gegen Ghana. Am nächsten Morgen gab es wieder ein sehr großes und leckeres Frühstück. Anschließend fuhren wir wieder nach Potsdam, wo wir am frühen Nachmittag ankamen.

Kurz vor den Sommerferien habe ich noch einmal am C-Bundeskader Trainingslager teilgenommen. Das Trainingslager dauerte vom 26. Juni bis zum 5. Juli. Wir weilten im Bundesleistungszentrum Kienbaum. Zum Training gehörten mehrere mittellange Strecken (12-18km), 200m Tempoprogramme, 5 x 1km, 3 x 2,5km, Kraftprogramme, lockere Läufe, ein Spiel und Schwimmeinheiten. Jeden Tag gingen wir um 8:00 Uhr zum Frühstück. Um 10:00 Uhr folgte dann die erste Einheit des Tages. Oftmals ein GA1 (Grundlagenausdauer 1) oder längere Tempolaufprogramme wie z.B. 5 x 1km oder 3 x 2,5km. Um 12:30, bzw. 12:45 Uhr gingen wir zum Mittagessen in die Mensa. Anschließend gab es eine längere Mittagspause, sodass um 16:00 Uhr die zweite Einheit des Tages auf dem Plan stand. Dort trainierten wir Kraft oder auch kürzere Tempoläufe wie z.B. 10 x 200m SA (Schnelligkeitsausdauer). Zweimal gingen wir auch am Nachmittag schwimmen. Bei der ersten Schwimmeinheit gab es im Anschluss noch Whirlpool für die Jungen und Sauna für die Mädchen, beim zweiten Mal genau umgekehrt. Um 18:00 Uhr gingen wir dann zum Abendbrot. In der Mensa gab es oft Public Viewing, an welchem wir auch fast jedes Mal teilgenommen haben. Im Trainingslager konnte ich meine Umfänge vorallem im Tempo deutlich verbessern, die längeren Strecken habe ich alle ca. 25 Sekunden pro Kilometer schneller gemacht als normal. Ich freue mich sehr, dass ich mich anscheinend leistungstechnisch verbessert habe. Ich hoffe, dass ich diese Leistung auch in einem der nächsten Wettkämpfe abrufen kann.

 

Ich hoffe, dass euch diese Variante der Berichterstattung auch gefallen hat. Demnächst folgen aber auch wieder einzelne Artikel zu jedem Wettkampf.

Als nächstes stehen übrigens die Deutschen U16 Meisterschaften in Köln vom 16.-17.8. an.

Bis dahin

Viele Grüße Niklas :)

 

Hier findet ihr die offiziellen Ergebnisse aus Düsseldorf: http://www.geher-team.de/uploads/media/DLV-Gehercup_2014.pdf

 

Hier findet ihr die offiziellen Ergebnisse aus Bühlertal (Meisterschaftswertungen): http://www.geher-team.de/uploads/media/2014-06-21_DM-Bahngehen_Ergebnisse.pdf

 

Und hier die Ergebnisse aus Bühlertal von den Rahmenwettbewerben: http://www.geher-team.de/uploads/media/2014-06-21_Buehlertal_Rahmenwettbewerbe_Ergebnisse.pdf

 

Hier findet ihr ein paar Bilder von den Wettkämpfen in Düsseldorf und Bühlertal:

 

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